Die Initiative schafft bezahlbaren Wohnraum. Sie nimmt die Politiker in die Pflicht.

Wohnen in Chur ist zu teuer. Mittelstand, Familien oder Lernende können sich Chur in zu vielen Fällen nicht mehr leisten. Die Zahlen zeigen, dass die Mieten in Chur beinahe auf dem Niveau der Stadt Basel angekommen sind. In Basel sind die Löhne aber deutlich höher. Von dieser Situation profitiert niemand.

Dazu bietet die Initiative ein machbare, pragmatische Lösung. Sie stützt sich auf eine wissenschaftliche Studie der HTW Chur.

  • Die Initiative beschränkt sich auf einen Grundsatzartikel.
  • Die Massnahmen bleiben offen. Die Initiative lässt Spielraum bei der Umsetzung.
  • Das Ziel von 12 Prozent gemeinnütziger Wohnungen ist realistisch.
  • Chur kann weiter wachsen, bleibt für Investoren attraktiv.
  • Keine Kosten für die Stadt.
  • Der Mittelstand gewinnt.

Was läuft schief?

In der Schweiz haben sich die Mieten seit 1980 verdoppelt und das, obwohl die Hypothekarzinsen auf einem Rekordtief sind und die Mieten dadurch eigentlich sinken müssten.

Die Mieten in Chur steigen immer mehr an. Wohnen in Chur ist teurer als in St. Gallen. Die Mieten sind beinahe auf dem Niveau der Stadt Basel angekommen, obwohl die Löhne in Chur deutlich tiefer sind. Mittelstand, Familien oder Lehrlinge können sich darum Chur nicht mehr leisten

Das ist schlecht für die Durchmischung und der Stadt gehen wertvolle Steuereinnahmen verloren. Die Lohnerhöhungen der vergangen Jahre wurden durch Krankenkassenprämien und teurere Mieten aufgefressen. Das schwächt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Das schadet auch dem lokalen Gewerbe.

Die Lösung: Bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Diese Entwicklungen bedrängen immer mehr Menschen, machen Chur unattraktiv und kennen nur einen Gewinner: Immobilienspekulanten. Das nützt niemandem. Die Initiative gibt Gegensteuer. Die Churer Politiker sollen verbindlich in die Pflicht genommen werden, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Die Stärkung von gemeinnützigen Wohnbauträgern und gemeinnützigen Wohnungen löst das Problem. Diese Wohnungen sind rund 20 Prozent günstiger als der Markt. Das, weil die Kostenmiete (Verrechnung der effektiven Kosten, keine Renditemaximierung) zur Anwendung kommt. So kann Chur weitergebaut werden: Bezahlbar für Familien und Mittelstand.

Gerade das neu entstehende Quartier „Chur West“ ist die städtebauliche Gelegenheit mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Initiative verhindert, dass „Chur West“ zu einem Eldorado für die Immobilienwirtschaft wird. Bezahlbarer Wohnraum nützt allen: Die Attraktivität der Stadt wird gesteigert, die Durchmischung gestärkt und auch die Gewerbetreibenden profitieren, wenn am Ende des Monats mehr Geld für den Konsum bleibt.